unabhängig und trivial

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Im Aargau ist man besessen…

24. November 2008 · 2 Kommentare

…von der Idee, dass es demnächst in Bern nur noch eine Tageszeitung geben wird. Zum zweiten Mal innerhalb einer Wochen taucht dieses Szenario prominent im «Sonntag» der AZ Medien auf. Gestern als Titel eines Interviews mit Medienrechtler Peter Studer, der sich not bene zu allem möglichen geäussert hat. Aber über dem Gespräch stand dann zu lesen: «Bald nur noch eine Tageszeitung in Bern». Die Woche zuvor hiess es an selber Stelle: «Lässt Tamedia den Bund fallen?».

Was treibt wohl die Aargauer an, sich so intensiv mit der Berner Traditionszeitung zu befassen? Ist es immer noch die Kränkung, beim Verkauf von Espace Media gegen Tamedia den Kürzeren gezogen zu haben? Oder hat es mit dem Autor der beiden Texte zu tun, der mit dem «Bund»-Chefredaktor einst privat im Streit lag? Wir wissen es nicht.

Zurück zu den Fakten: Dass der «Bund» nach 160 Jahren verschwinden könnte, ist durchaus ein mögliches Szenario, das in der Chefetage von Tamedia derzeit (und schon seit Monaten) diskutiert wird. Entschieden ist aber noch nichts. Konzernchef Martin Kall hat jüngst klar gemacht, dass es keine Lösung mit einem Tagi-Mantel für den «Bund» gebe. Aktuell stehe ein «Ein-Zeitungs-Modell für Bern» im Vordergrund der Überlegungen. Ob der verbleibende Titel dann «Bund», «Berner Zeitung» oder gar «Berner Gazette Bund» heisst, weiss noch niemand.

Tags: Macht und Elend · Papier und Pixel

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 jok // Nov 24, 2008 at 2:29 pm

    Warum so bescheiden: “Berner Gazette” und im Claim: Der gebündelte Bär, oder so..

  • 2 Nick // Nov 24, 2008 at 2:31 pm

    Der ist gut, mit dem gebündelten Bär, aber wenn schon: Der gebündelte Berner Bär. Wobei wir dann doch lieber bei unserem traditionellen “unabhängig und trivial” bleiben.