unabhängig und trivial

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Kein Wunder von Bern

1. Dezember 2008 · 2 Kommentare

«Der Bund hat ohne redaktionelle Zusammenarbeit wirtschaftlich keine Perspektiven», teilt Tamedia mit. Bis Mitte 2009 entscheidet die Zürcher Besitzer, ob sie die Traditionszeitung als Berner Ausgabe des Tages-Anzeigers neu aufstellt, oder mit der Berner Zeitung zu einem neuen Titel formt. Bund-Leseserinnen und -leser dürfen fürs Erste noch mal Aufatmen. Erstens kommt der Exitus nicht subito, ein halbes Jahr lang dürfen wir den «Bund» noch so geniessen, wie wir ihn kennen. Zweitens hat das Modell «Berner Tages-Anzeiger» Vorrang. Erst wenn sich zeigt, dass sich diese Form der Zusammenarbeit nicht rechnet, kommt das ultimative Einheitsbreiszenario «BZ frisst Bund» zum Zug.

Doch wie man es auch dreht und wendet, das Ergebnis bleibt dasselbe. Beim Bund steht bis Mitte 2009 ein massiver Stellenabbau an und das Ende der redaktionellen Eigenständigkeit wurde mit dem heutigen Vorentscheid endgültig besiegelt.

Tags: Macht und Elend · Papier und Pixel

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 ändu // Dez 8, 2008 at 2:35 am

    Schade um den Bund, die letzte lesbare Zeitung in Bern. Wäre es nicht besser eine Bettelkampagne à la TAZ zu starten? Etwa so: “20000 neue Abos oder wir machen den Laden dicht” ;-)

    Ansonsten habe ich die daumenschraube und die bernergazette gefunden, auch nicht schlecht.

  • 2 Maik // Dez 17, 2008 at 8:39 pm

    Das wird aber nur für kurze Dauer etwas bringen. Der Taz ging es doch auch nur kurzfristig wieder gut, bis die ersten 1000 Abonennten wieder abgesprungen sind. Die Zeitung konnte sich nur halten in dem sie sich neu ausgerichtet.
    Ich hoffe aber das der Bund weiter existiert .